8. CUSTOM CRUISERS AMERICAN AUTO FESTIVAL

Das Wochenende des 8. Custom Cruisers American Auto Festival rückte heran und auch das Wetter, das bis dahin recht spätsommerlich schön war, ließ wieder einmal zu wünschen übrig. Unser Saturday Night-Cruising, das am Samstag um 19.30 Uhr am Parkplatz der SCS bei McDonald’s startete, war wirklich nur etwas für Wetterfeste: Ein Gewitter, das sich gewaschen hatte, brach über das Häuflein tapferer Cruiser und standhafter Amifahrer herein.

Aber nichtsdestotrotz bewegte sich unser Konvoi von circa 40 Fahrzeugen Richtung Stadt, dann einmal um den Ring (manche fuhren auch etwas in die Irre, wurden aber wieder von Cruisern eingefangen) und ab in die fast trockene Safari Lodge am Entlastungsgerinne, wo wir sehr flott mit hervorragenden Spareribs verwöhnt wurden. Das Abendgebet eines jeden von uns endete natürlich mit dem Satz: "Lieber Gott, lass es morgen wenigstens trocken sein!"

Und da wir wie immer brav waren, schickte Godfather einen stoßweisen Sturm, der die Regenwolken vertrieb, aber zeitweise auch uns etwas zu schaffen machte. Allein beim Aufbau des Cafés wurden die Partyzelte hin- und hergeweht. Auf die Luftburg von McDonald’s verzichteten wir diesmal aufgrund des heftigen Windes. Wie immer verging die Zeit wie im Nu und die ersten Besucherautos ließen nicht lange auf sich warten - chromblitzende und hochglanzpolierte (was ein Wunder war bei diesem Wetter) Schlitten kamen einer um den anderen und suchten sich am Gelände ein Platzerl.

Mopar Muscle aus Wels angereist

Da uns heuer das große Interspar-Zelt einen Gutteil unseres Platzes verstellte, den wir sonst immer hatten, wurden wir immer schneller voller und voller, obwohl wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln versucht hatten, den Platz doch etwas zu vergrößern. Aber nächstes Jahr wird der Interspar ja schon lange mit seinen Umbauarbeiten fertig sein und wir können uns nächstes Fest auf dem gewohnten (und vielleicht auch noch etwas größeren) Gelände stattfinden lassen.

Auch Klassiker der Fifties fehlten nicht!

Nach der Eröffnung durch unseren Präsidenten, Werner Steurer, um 10.00 Uhr heizten abwechselnd unsere altbewährten Dominos mit Livemusik und die Firma Sound by Feser mit Car-HiFi den ganzen Tag über musikalisch ein. Neben den vielen Verkaufsständen, wo sich für alle etwas fand - angefangen von Modellautos, die in der Szene natürlich dazugehören, über Western- und Amisachen, einem Halloween-Stand bis hin zur obligaten Verköstigung mit Hamburgern, Big Macs, Grillhendln, Kotelettes, Würsteln, etc. - fand vor allem unser Clubcafé mit selbstgebackenen Torten und Kuchen und unser Club-Glücksrad, wo jeder sein Glück versuchen konnte, regen Zuspruch.

Auffälliger Ford Pickup aus der benachbarten Slowakei

Um die Mittagszeit lockte das mit neuen Prüfungen aufwartende Geschicklichkeitsfahren das Publikum an, wobei es diesmal darum ging, wie gut man sein Fahrzeug kennt und auch Entfernungen abschätzen kann. Auch unsere jüngsten Amifans kamen wieder beim Malwettbewerb auf ihre Rechnung: Zauberer Helmut bezauberte alle Kleinen und auch die Großen und anschließend ging es zur Preisverleihung, bei der jeder nur gewinnen konnte, da es auch jede Menge Trostpreise gab.

Ford Cabrio von 1951

Beim Hamburgerwettessen wurde McDonald’s stark gefordert, denn bei zehn Anmeldungen (mehr passen nicht auf unseren "Fresstisch") mussten eine ganze Ladung Hamburger herangebracht werden. Das große Schauessen gewann einer, dem man es schon von seiner Statur her gleich zugetraut hatte - unser Champion vom Vorjahr (Schindl Peters Sohn Wolfgang) musste sich diesmal von den Erwachsenen geschlagen geben.

Harte Kämpfe beim Hamburgerwettessen

Um 16.00 Uhr gab es dann als Auflockerung Austropop mit Peter Haberschrek, der wirklich Ambros-, STS- und Fendrich-Songs rüberbrachte, als stünden die Stars da auf der Bühne. Eines ist für unsere Nachmittagskünstler nur schade: Dass sie nicht wirklich das Publikum haben, das ihnen zuhört, sondern eher nur als Hintergrundmusik dienen.

Präsident Ing. Werner Steurer bei der Preisverleihung

Und dann kam es anschließend zur großen Preisverleihung: Wer gewinnt oder nicht ist wie überall sicher eine relativ subjektive Sache, die unsere Jury aber wie jedes Jahr in Hinblick auf Originalität und Zustand der Fahrzeuge (in den Klassen, wo dies zu bewerten war) sehr positiv bewältigte.

Eines der Highlights: Perfekte Ford GT 40 Replik aus Graz

Neben dem ältesten Fahrzeug am Platz, dem 1910er Ford von Walter Bostl, dem wohl niemand diesen Titel so leicht streitig machen kann, waren unser Best of Show, der 59er Caddy von Gerhard Greger, der 72er Roadrunner von Knud Tiroch als erster bei den Streetmachines, der El Camino der Firma Future Trends als erster bei den Custom Cars und noch viele andere wunderschöne und gepflegte Fahrzeuge die Stars unseres 8. Custom Cruisers American Auto Festivals.

Best of Show von der Schokoladenseite

Und nur durch all jene, die ihre Autos so hegen und pflegen und sich die Zeit auch nehmen, die diversen Feste zu besuchen und dort ihre Prunkstücke zur Schau zu stellen, gelingt es uns jedes Jahr, eine Vereinigung, die der Hilfe aller bedarf, zu unterstützen. Diesmal durften wir durch die großzügige Spendenverdoppelung durch die Firma Maxum einen Scheck von S 36.000,— an "Motorik B - Sportklub für mental Behinderte" übergeben. Und als Draufgabe platzte mitten in die Übergabe eines unserer jüngsten Clubmitglieder, Stefan Skaral, mit der Nachricht herein, dass sein Vater als Geschäftsführer der Firma Niedax Kabelverlegungssysteme nochmals eine Summe von S 14.000,— drauflegt, um die Präsidentin des Clubs mit der stolzen Summe von S 50.000,— zu ihren Schützlingen zu entlassen. Diese war ob der großzügigen Spende ganz von den Socken, denn so einen großen Geldbetrag durfte sie noch nie auf einmal entgegennehmen.

Strahlendes Lächeln nach der Scheckübergabe

Wenn also alles so zusammenpasst, wie es bei unseren Festen bisher eigentlich immer der Fall war, nämlich Freude an den Autos, Freude am Fahren, gute Laune bei Musik, Tratsch, Essen und Schauen und für diejenigen, die unsere Hilfe brauchen, etwas abzugeben, werden sicherlich noch viele Custom Cruisers American Auto Festivals folgen.